Mittwoch, 24. April 2019
Er (Zwiegespräch eines Kranken)
Er geht hinaus auf seinem Weg
WOHIN GEHT ER?
Langsam geht er über den Steg.
WIE SPÄT IST ES?
Um uns herum ist Nacht.
WAS HAT ER SO LANGE GETAN?
Er hat Unheil gebracht.
WAS TUT ER?
Lautlos schleicht er dahin.
WO IST ER JETZT?
Ach, was hat das für einen Sinn?
WAS GRÄMT DICH?
Er wird immer Unheil bringen!
WOHIN GEHT ER?
Er wird bei uns eindringen.
HAST DU ANGST?
Mir wird kalt.
WAS WIRD ER WOHL TUN?
Gibt es denn keinen Halt?
JEDER MUSS STERBER!
Lautlos öffnet sich die Tür zum Zimmer.
SIEHST DU IHN?
Warum leide ich nur immer?
SPÜRST DU IHN AUCH?
Nun hat er uns genommen.
WAS QUÄLT DICH?
Der Tod - er ist gekommen!

n.n. (20.08.1988)

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Dienstag, 23. April 2019
Ein Leben
Du brauchst nichts mehr ändern,
denn alles verändert Dich,
als Mann geboren
und als Junge gestorben,
so viel gesehen
und doch nichts erreicht.
geliebt und gelebt,
ein Stück Himmel gekostet.

Du brauchst dich nicht strecken,
wenn der Boden dich hält.
Du wirst nie fliegen
und das trotzdem nicht zählt.
Es gibt viel zu entdecken,
zu finden was du nicht suchst.
Es ist ein trotziges Leben,
aller Widerstände zum Trotz

Nimm was Dich erreicht,
halt Dein Glück immer fest.
Die Schrauben aus Blei
bleiben dir treu.
Die Erinnerung war gestern,
was heute kommt zählt.
und geh immer weiter,
wir kommen an.
n.n. (5.04.2019)

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Verlorene Worte
Auf der Suche nach Worten
welche die Gefühle beschreiben,
den Wert bemessen
und gültig sind.

Hab keine Worte gefunden
und beginne zu malen.
Suchte die Farbe in Bildern
und malte nur Schwarz.

Vielleicht zu laut gelacht,
zu leise geweint,
Gefühle versteckt
und nichts erzählt.

Sterne verglühen in dunkler Nacht
und doch bleibt ein Schein,
der unser Leben erhellt
und meine Worte ersetzt.
n.n. (20.03.2013)

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Nicht biegen, nicht brechen
Ich lass mich nicht biegen
und schon gar nicht brechen.
Auch wenn vieles drückt,
manches an mich zerrt.

Wer kriecht kann nicht fallen,
bin am Boden,
werde nicht kriechen vor Anderen.
Habe ich nicht gelernt.

Versteck meine Waffen,
sind spitz und scharf.
Warte auf meinem Augenblick
und kann auch warten

n.n. (02.11.2011)

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Leise lacht der Wind
Leise lacht der Wind,
geb acht mein Kind,
türmt auf den Schnee,
gebrochen das Eis im See.

Helle Flecken in der Dunkelheit
Bald ist es wieder so weit.
Der Schnee taut schon wieder,
wir singen trotzdem unsere Lieder.

Stille in der Nacht,
ein Engel über dich wacht.
Flieg nicht davon,
das hatten wir schon.

Ich hör den Wind singen,
was wird er heute Nacht bringen?
Nach Hause will ich gehen,
warten und dann weiter sehen.
n.n.

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